3. Sektion

Die 3. Sektion der Schützengilde zu Peine von 1597 hat am 30. Mai 1969, auf Initiative des damaligen Schützenführers Ludwig Knolle, die erste Sektionsveranstaltung innerhalb der Gilde durchgeführt. Es war eine Abendveranstaltung mit Damen. Zu dieser Veranstaltung wurde damals mittels einer kleinen Zeitschrift eingeladen. Hier zwei Beispiele dafür, wie mit Anzeigen der Schützenbrüder solche Einladungen einzigartig geworden sind:

Wer baut „diebessichere“ Uniformtaschen, damit ich meine bei der Kreissparkasse leergeschluckten Gläser ohne Schwierigkeiten nach Hause bringen kann? (von Rudolf Petersen, sen.)

Um unnötige Anfragen zu vermeiden: Meine Lache ist trotz höchster Angebote unverkäuflich, da Höhenlage und Ausdauer von architektonischer Universalität sind. (von Werner Kopitzki)

Nun war der Anfang gemacht, und alle anderen Sektionen folgtem im Laufe der Jahre dem guten Beispiel der 3. Sektion.
Während der Amtszeit des Schützenführers Ludwig Knolle (1966-1972) wurden dann die verschiedensten Veranstaltungen ins Leben gerufen. Seine berühmteste Einladung war jedoch der Heideausflug nach „Knollenhausen“ bei Langwedel.
Er war es auch, der die sog. Sektionskasse eingeführt hat. Als erster Kassierer der 3. Sektion wurde übrigens Schützenbruder Siegward Recke genannt.

Von 1972 bis 1975 war Schützenführer Heinz Flinner „Chef“ der Sektion. Er baute die Sektionsveranstaltungen weiter aus und organisierte unter anderem Brauereibesichtigungen, Herrenabende im Lönskrug und Kegelabende im „Holzwurm“ in Vallstedt.

Freischiessen 1975 übernahm Schützenführer Robert Tronnier für sechs Jahre die Sektion. Neben unzähliger Herrenabende wurden Spargelessen (unter anderem mit der 4. und 6. Sektion), Grillabende am Fissensee und „Losewurstessen“ bei Schützenbruder Werner Köpke durchgeführt. Es war übrigens auch Schützenführer Robert Tronnier, der auf Anregung von Heinz Flinner (er nannte die Mitglieder der 3.Sektion immer „Pfeifenköpfe“)
das Sektionsabzeichen mit eben diesen „Pfeifenköpfen“ auf rot/grünem Untergrund einführte.

In den Jahren 1981 bis 1984 wurde die Sektion durch Schützenführer
Gebhard Gohla geleitet. Als erfolgreicher Sportschütze war er es, der
das sog. „Einschiessen auf Freischiessen“ ins Leben gerufen hat.
Bei dieser Veranstaltung wird eine Scheibe nur für die Mitglieder der
3. Sektion ausgeschossen. Selbstverständlich dienen die „Pfeifenköpfe“
als Motiv für diese Scheibe die traditionell durch den Sektionsmaler und Fähnrich der Schießabteilung Manfred Konczak hergestellt wird.

Von 1984 bis 1987 war Schützenführer Hans-Georg Knop für die Sektion verantwortlich. Während seiner Amtszeit sorgte er dafür, daß im Antretelokal „Cafe Schoppe“ während der Freischiessentage das Bier frisch gezapft werden konnte.

Von 1987 bis 1990 übernahm Schützenführer Karl-Heinrich Belte die
Führung der Sektion. Er organisierte unter anderem einen Tagesausflug in die Heide, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur mit einer rasanten Kutschfahrt und hervorragendem Essen überrascht wurden, sondern auch noch bis in die späte Nacht hinhein getanzt haben. Ein weiterer Leckerbissen war eine Wochenendfahrt zum „Backfischfest“ nach Worms mit anschließender Weinprobe in Bechtheim. Es war ein Ausflug, der
perfekt organisiert und durchgeführt wurde. Die Beteiligten schwärmen noch heute davon.

In den Jahren 1990-1993 trug Schützenbruder Hubert Pflaum die Verantwortung für die 3. Sektion. Neben den bekannten Veranstaltungen – mit und ohne Damen – führte er das „Boßeln“ in der Sektion ein.

Schützenführer Detlev Tronnier führte in den Jahren 1993-1996
seine Familientradition fort, und leitete in diesen Jahren die Sektion.
Er zeigte uns nicht nur das Peiner Heimatmuseum, sondern lud uns auch zum ersten „Familienbrunch“ ein. Anlaß hierfür war das neueröffnete Restaurant „Deli“ unseres Schützenbruders Karl-Uwe Schoppe.

Freischiessen 1996 übernahm Schützenführer Holger Willies die Sektion. Er trat im Dezember 1988 in die Schießabteilung ein, wurde im Juni 1989 in den Vorstand der Schießabteilung gewählt, stand im Juli 1989 auf dem „Tisch“ der Schützengilde und wurde Mitglied der 3. Sektion. Er versprach, die Traditionen der Schützengilde zu wahren, und sein Bestes zum Wohle seiner Sektion zu geben.

Dieses tat er dann auch und ist bis bis zu seiner Beförderung zum Fähnrich im Jahr 2002 ein hervorragender Schützenführer gewesen. Dies wurde ihm durch die Verleihung eines Ehrenordens nochmals bescheinigt. Er sorgte jedes Jahr für phantastischen Nachwuchs um die Sektion zu stärken und die Attraktivität derartig zu steigern, dass während seiner Ära sogar „Wartezeiten für Neuaufnahmen“ eingeführt wurden.

Seine Nachfolge trat im Jahre 2002 Andreas Höver an, der seit 1991 Mitglied der Schützengilde ist. Andreas Höver auch „Banane“ genannt, konnte bereits erste Erfahrungen aus dem Collegium des CdB mitbringen und so fiel ihm die Sache als „akkerat Gelernter“ auch nicht schwer.
Nach leichten Anfangsschwierigkeiten beim ersten Horrido (ausgeführt wie beim CdB und vergeblich auf die Antwotrt gewartet)und beim Übungsabend (die Sektion wollte einfach nicht da lang wo er lang wollte und rammte einen Maschendrahtzaun) ging es jedoch zügig voran .

Auch wurden wieder die Aktivitäten mit den Damen verstärkt und es wurde neben den üblichen Herrenabenden, eine Herbstveranstaltung mit wechselndem Büffet (italienisch, spanisch, mexikanisch)eingeführt.
Diese wurde so gut angenommen, dass 2004 auch erstmals wieder ein Spargelessen mit Damen im Lönskrug – mit mehr als 40 Teilnehmern – durchgeführt werden konnte.
Dieser Abend war, nicht nur durch die Köchkünste unseres Schützenbruders Claus Geffers, ein Highlight.

Auf Grund einer großzügigen Bierspende unseres „Dauergastes“ und „Sektionspiloten“ Tom Hermeling wurde eine weitere neue Veranstaltung ins Leben gerufen:

Der „Kameradschaftsabend“ mit dem CdB in deren „Heiligen Hallen“. Mit weit über 60 Teilnehmern beider Korporationen wurde ein traditionelles Löwenfrühstück verzehrt, dass mit über 200 Litern Bier, sowie diversen Litern Schnaps, heruntergespült wurde.

Die Begeisterung der Teilnehmer spiegelt sich wohl darin wider, dass noch über 100 Liter Bier für eine Folgeveranstaltung gespendet wurden. Der aktive König des CdB, Martin Härke, bedankte sich während dieser Veranstaltung noch einmal für seine „Entführung“ während des Freischießens 2003, und spendete eine Plakette für einen „Königsstuhl“ in der Schützengilde.