Die 6. – alles Käse, oder was?

Am 16. November 2019 luden Carsten Schild und Petra Neumann ins Brauereistübchen zu einem ganz besonderen Event. Und so konnten die beiden rund 80 Gäste aus der 6. Sektion, aus der Wandertruppe sowie Freunde und Gäste aus Wirtschaft und Politik unter dem Motto “Bier und Käse” begrüßen.

Nach der Begrüßung mit einem Aperitif, bestehend aus dem Einbecker “Ainpökisch Bier 1378”, einem naturtrüben Bockbier, versetzt mit einem Schuss Holundersirup, erklärte der trotz olfaktorischer Indisposition arg gehandikapte (er war bei der Prüfung erkältet und konnte kaum riechen) frisch gekürte Bier-Sommelier die Spielregeln für die zu erwartenden Gaumenfreuden, wobei er ausdrücklich betonte, dass die Parole nicht “schnell – kalt – viel” laute.

Doch lassen wir den Philosophen des Gebrauten selbst zu Wort kommen: “Bier & Käse: Das Tor zum Bierhimmel und die Anleitung es zu durchschreiten

  • Zuerst das Bier verkosten und die Geschmacksknospen einstimmen;
  • dann ein Stück Käse in den Mund nehmen, es langsam und gründlich kauen und die Aromen wirken lassen.
  • Den Käse schlucken, etwas Bier nachtrinken, dieses ein paar Sekunden im Mund belassen und auf die Informationen der Geschmacksnerven warten.

Schon jetzt wird spürbar, dass hier Großartiges geschieht.

  • Ein weiteres Stück Käse bedächtig mit der Zunge an den Gaumen drücken;
  • ohne zu schlucken einen kleinen Schluck Bier zu sich nehmen.

Gleich einer Vermählung paaren sich die Aromen. Der lange Nachhall des intensiven Geschmackserlebnisses brennt sich ins Gedächtnis ein. Das Tor zum Bierhimmel tut sich auf!”

Doch zunächst tat sich erst einmal die Tür zum Nebenraum auf, in dem an sechs Tischen sechs verschiedene Bier-Käse-Kombinationen auf die zum Bersten gespannten Geschmacksnerven der Hungernden und Dürstenden warteten. Und so verteilten sich die Teilnehmenden zwanglos an den Tischen, um jeweils nach einer viertel Stunde neben der Position auch die Flüssigkeiten zu wechseln, so dass jeder die Gelegenheit hatte, alle Köstlichkeiten zu probieren.

Die Erfahrenen begannen mit dem Fol Epi zum alkolfreien Härke Pils, um sich über das Einbecker Kellerbier in Begleitung eines Saint Albray, Härke Pils mit Frischkäse und frisch gemahlenem Pfeffer, dem bereits aus der Vorrunde bekannten Ainpökisch Bier 1378, diesmal jedoch zum Brie de Meaux, und einem Härke Hell nebst Appenzeller zum Einbecker Winterbock, der sich geschmacklich vorzüglich mit einem Stilton vereinigte, vorzuarbeiten.

Da eine derartige Verkostung, wie aus obigen Worten unschwer zu erkennen, Körper und Geist auch erfahrener Testtrinker und -esserinnen ermatten lässt, nahm die Equipe das Angebot der Gastgeber dankend an, im Braustübchen nunmehr zum zwanglosen betreuten Trinken über zu gehen.

Wie dem Chronisten später berichtet wurde, sollen sogar Brot, Wurst und Süßigkeiten zur Labung bereit gestanden haben.

Das Fazit des Abends lautet jedoch, dass, anders als vielfach in Bacchus’ Reich, wo Käse oftmals nur gereicht wird, um den komischen Geschmack vom Wein zu überspielen, Käse und darauf abgestimmtes Bier zu einem ungeahnten Wohlgenuss führen. Und nicht wenige der Gäste schauten an diesem Abend den Bierhimmel….

Und so bleibt nur, Petra und Carsten Danke für die Idee zu diesem ungewöhnlichen kulinarischen Spektakel und dessen Durchführung zu sagen. Besonderer Dank geht an die überaus umsichtigen und zuvorkommenden jungen Helferinnen und Helfer, die dafür sorgten, dass der stete Strom stärkender Säfte nie versiegte, so dass der Abend mit heiteren Gesprächen fröhlich ausklang.

Der Chronist