Festwochenende – 425 Jahre Schützengilde zu Peine von 1597

Die Schützengilde zu Peine von 1597 feiert in diesem Jahr deren 425 jähriges Bestehen. Ein gewichtiger Grund, um das Jahr mit einer Vielzahl an Veranstaltungen zu begehen. Den Auftakt machte das Festwochenende am 01. April mit einem Festkommers und am 03. April mit einem Festgottesdienst und einem Festlunch.

Festkommers: Hauptmann Andreas Höver eröffnet die Festlichkeiten

Während des Festkommers lauschten fast 150 Teilnehmern aus Schützengilde, Vertretern aller Peiner Korporationen sowie Verbänden und Politik einer Vielzahl an Höhepunkten. Dazu gehörten auch die traditionellen Elemente eines Kommerses wie „Ehrung der Verstorbenen“, „Hoch auf das Vaterland und Europa“, die Dank des Hauptmanns Andreas Höver zu besonderen emotionalen Momenten wurden.

Viele Ehrengäste erwiesen der Gilde mit Laudationen und Grußworten die Ehre: Ehrenhauptmann Dr. Gerhard Rauls, Peiners Bürgermeister Klaus Saemann, Landrat Henning Heiß, 1. Vizepräsent des Niedersächsischen Schützenverbands Uwe Weimann und Bürgerschaffer Thomas Weitling. In den Reden wurde insbesondere die Historie der Gilde, deren Bedeutung für die Stadtverteidigung und der Gesellschaft der Stadt Peine hervorgehoben. Dr. Gerhard Rauls schließt seine Rede mit den Worten:

„[…] ich wünsche dieser Schützengilde, dass sie weiterhin ihren guten Ruf, ihr Ansehen und ihr gutes Verhältnis zu unserer Heimatstadt behält und dass sie attraktiv bleiben wird für viele weitere neue Schützenbrüder.“  

So soll es auch sein – mindestens noch weitere 425 Jahre lang!

Weitere Höhepunkte des Abends waren die Rekrutenfreisprechungen der Jahrgänge 2020 und 2021, die bereits seit über zwei Jahren darauf warten, vom Rekruten zum Schützenbruder befördert zu werden. In persönlichen Worten an das Plenum dankten die frisch gebackenen Schützenbrüder Maik Bobeth und Roger Paul für die speziellen Rekrutenveranstaltungen zur Vorbereitung und dass alle Rekruten hervorragend in die Gemeinschaft der Gilde aufgenommen wurden. Die neuen Schützenbrüder bilden die Grundlage für den Erfolg der Schützengilde in den nächsten Jahrzehnten – wir freuen uns drauf!

HORRIDO!

Weitere Bilder sind unter Klick auf „Weiterlesen“ verfügbar (Fotos: Isabell Massel).

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1. Zug besucht Brunonia

Am Samstag, den 26. März 2022 machte sich der 1. Zug der Schützengilde zu Peine von 1597 (1. und 2. Sektion) auf zu einer kulturellen Reise nach Braunschweig. Auf dem Programm stand der Besuch der größten Quadriga Deutschlands und des Schloßmuseums.

Nach einer entspannten Bahnfahrt und der ersten kleinen Stärkung in flüssiger Form begaben sich die Teilnehmer in die Obhut des Historikers Dr. Bernd Wedemeyer. Dieser konnte, speziell durch seine Beteiligung am Wiederaufbau des Residenzschloss Braunschweig, mit interessanten und tiefgründigen Informationen zur Schloß- und Quadriga-Historie beeindrucken.

Nach der ca. zweistündigen Führung war es an der Zeit für eine weitere kleine Stärkung und einen Nachtisch in einem bekannten Eiscafe in den Schloßarkaden. Während der kleine, durch die Schützenführer bereitgehaltene, Snack bei allen Beteiligten gut ankam, erwies sich Letzteres jedoch als Reinfall. Denn nicht genug, dass wir nach 45 Minuten immer noch kein Dessert auf dem Tisch stehen hatten, wurde die Frage danach auch noch durch eine an Unfreundlichkeit nicht zu überbietende Bedienung getoppt. Somit verließen wir hungrig und durstig den Braunschweiger Innenstadtbereich, gönnten uns vor der Rückfahrt ein Getränk in Bahnsteignähe und freuten uns auf das abschließende Buffet im Schützenhaus.

Hier wurden wir nicht enttäuscht. Während unser allseits beliebte Wirt Radhouane mit einem leckeren und ausgewogenen Buffet gegen unseren Hunger ankam, wurde der stechende Durst durch mehr als etwaige Getränkerunden gestillt.

Und so konnten die Reisestrapazen unter zu Hilfenahme vieler Horridos bis an die angrenzende Nacht auf ein Minimum gelindert werden.

Die Sektionsführer möchten sich an dieser Stelle noch einmal ausdrückliich bei allen Beteiligten für diesen wirklich gelungenen Tag bedanken und freuen sich schon auf die nächste Zugfahrt. … Horrido

Erfolgsformel = 11 Rekruten x 12 Collegen x Begeisterung!

Am 17.03.2022 fand die zweite Rekrutenbesprechung des Jahres – dieses Mal für den Rekrutenjahrgang 2020/2021 – statt. 11 Rekruten waren zugegen und wurden durch den Feldwebel Henning Peyers und das anwesende Collegium in Theorie und Praxis in die Gepflogenheiten der Gilde eingeführt.

Um die Kondition für den anstrengenden Abend aufrecht zu erhalten, stärkten sich die Rekruten Dank der Spende des Herrn Adjutanten Christian Suchan mit kräftigen „Schnittchen“ und Beilagen. Höhepunkt des Abends war die Einteilung der Rekruten in die Sektionen – fast alle Sektionen können sich an diesem Rekrutenjahrgang mit „frischem Blut“ erfreuen. Unter dem Eindruck des Abends bestätigt einer der Rekruten:

„Die Mitgliedschaft in der Schützengilde ist für mich etwas ganz Besonderes: Tradition, Freundschaften und ganz viel Leidenschaft – das habe ich bisher nur so in der Gilde erlebt und ist für mich die perfekte Kombination!“

Dem ist natürlich nichts hinzuzufügen!

Rekrutenjahrgang 2020/2021 mit Collegium: v.l.n.r., 1. Reihe: Hauptmann Andreas Höver, Aleksej Raisch, Yannick Höver, Markus Windel, Marcel Rössel, Adjutant Christian Suchan; 2. Reihe: Peter Schmolke, Sven Thürauf, Roger Paul; 3. Reihe: Hubertus Hahn, Henner Almeling, Bernd Klinger; 3. Reihe: Henning Heiß und Feldwebel Henning Peyers

Schließlich waren sich alle Rekruten einig: schon lange gab es keinen vergleichbaren Donnerstagabend, an dem man gemeinsam in so netter Runde der Geselligkeit frönen konnte. Dieses macht Lust auf mehr! Und das werden sie auch bekommen: als Schützenbrüder in einer der Sektionen der Gilde!

HORRIDO!